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Jahresrückblick 2023 - Egal, wie voll dein Kopf ist, ein paar Flausen passen immer rein; Janina Steger, lachend zu sehen

Jahresrückblick 2023: Egal, wie voll dein Kopf ist, ein paar Flausen passen immer rein.

Wenn ich auf das Jahr 2023 zurückblicke, habe ich das Gefühl, es im Zeitraffer zu erleben – so schnell ist es vergangen, voller überraschender Höhepunkte, aufschlussreicher Wendungen und wunderbarer Begegnungen. Ein Jahr, das in seinem rasanten Tempo so viel Neues und Aufregendes mit sich gebracht hat, dass es schwer ist, alles in Worte zu fassen. Dennoch versuche ich in diesem Jahresrückblick 2023, alles so gut wie möglich zusammenzufassen: Reisen, unerwartete Auszeichnungen und Erfolge, Fortbildungen, fesselnde Bücher, das bunte Treiben der Buchmesse und die unersetzlichen Momente der Selbstfürsorge, die mir geholfen haben, mit mir selbst im Einklang zu bleiben.

2023 war ein Jahr, in dem sich uns die Welt in all ihren Facetten zeigte und uns lehrte, dass jeder Tag eine neue Überraschung bereithält. Es war ein Jahr, in dem wir gelernt haben, wie wichtig es ist, auf das Gute zu schauen, unsere Erfolge zu feiern und das Leben in vollen Zügen zu genießen, wann immer wir können. Von aufregenden Reisen zu inspirierenden Orten bis hin zu ruhigen Momenten der Selbstreflexion war jeder Schritt auf diesem Weg nicht immer einfach, manchmal langwierig, aber immer einzigartig und bereichernd.

Kurzum: 2023 war ein Jahr, das mich in seiner Vielfalt und Intensität nachhaltig geprägt hat. Ich bin dankbar für die neuen Freundschaften, die tiefe Verbundenheit mit meinen Liebsten und all die unvergesslichen Momente, die dieses Jahr zu etwas ganz Besonderem gemacht haben.

Großartige Ziele für 2023 – und was daraus geworden ist

Laut Statista ist es ja so, dass die meisten Neujahrsvorsätze von gut einem Viertel der Befragten bereits nach zwei Monaten schon wieder fallen gelassen werden. Ich gehöre zu denen, die sich Ziele fürs Jahr setzen, aber ich wollte noch viel mehr zu denen gehören, die sie auch umsetzen. Damit ich dranbleibe, erstelle ich mir seit zwei Jahre ein Vision Board, das ich mir an meinen Schreibtisch hänge und das ich so täglich vor Augen habe. Wie das funktioniert hat? Hurra, eigentlich ziemlich gut!

Meine Ziele für dieses Jahr und ein Fazit dazu:

  • Etablieren eines Marketingkreislaufs: Ich wollte einen festen Ablauf, der mir das Marketing erleichtert und bei dem ich nicht jedes Mal neu überlegen muss, was ich wie mache. Mit der Unterstützung von Achtung Designer hat das geklappt! ✔
  • Meinen Blog starten: Ja, ja, ja! Und es macht so viel Spaß (das war die überraschendste Erkenntnis dabei für mich)! ✔
  • Erster Auftrag im Bereich Surface Design: Dieser Bereich ist für mich ganz neu und ich hatte es mir zum Ziel gesetzt, in diesem Jahr mehr Fuß in der Branche zu fassen – am besten mit einem konkreten Auftrag. Leider hat es mit dem Auftrag nicht geklappt, aber ich bin bei einigen Verlagen in den Illustratorenpool aufgenommen worden, habe an meinen Skills gearbeitet und war auf der Frankfurter Buchmesse, um mich zu präsentieren. Halb erreicht, würde ich sagen.  😊
  • Mehr Infografiken erstellen: Ja, das hat geklappt! Es waren schöne Themen dabei und die Umsetzung hat Spaß gemacht. ✔
  • Krafttraining starten: Da bin ich Anfang des Jahres erst einmal in die obige Statistik gefallen, denn nach Februar hat der Hype bei mir etwas nachgelassen. Aber im Juli war er wieder voll da und ist geblieben. Ziel erreicht! ✔
  • Ans Meer fahren: Ich wollte schon lange mal wieder ans Meer fahren – das hat dieses Jahr gleich dreimal geklappt. Wow. ✔
Visionboard von Janina Steger, Philografina, auf einem Tisch liegend
Mein Visionboard 2023 – so hatte ich meine Ziele immer vor Augen

Mein Jahresrückblick 2023

Reisen

Dieses Jahr war ich im Vergleich zu den Vorjahren richtig viel unterwegs. Los ging es im Januar mit einem verlängertem Wochenende in Nizza, wo ich das frühlingshafte Wetter an der Côte d’Azur genoss, während es in München schneite. Die Stadt hat mir sehr gut gefallen: die Architektur, die Lage am azurblauen Meer, die Farben des Himmels, die freundlichen Menschen, die entspannte Atmosphäre in der Stadt und ja, natürlich auch das gute französische Essen.

Was ich besonders toll fand: die Promenade des Anglais. Diese prächtige Strandpromenade, die sich entlang der Mittelmeerküste erstreckt, wurde ursprünglich im 19. Jahrhundert von der englischen Aristokratie finanziert und gebaut, die Nizza als ihren Winterurlaubsort auserwählt hatte. Daher auch der Name „Promenade der Engländer“. Dort haben wir mehrmals gefrühstückt und bei langen Spaziergängen über das Leben philosophiert.

Janina Steger in Nizza an der Promenade des Anglais
An der Promenade des Anglais – herrliche Farben, breites Grinsen


Im April ging es dann zur Workation über Ostern nach Slowenien zu meinen Schwiegereltern. Das war ein Experiment für uns, da wir nicht so richtig abschätzen konnten, ob Arbeiten von einem anderen Ort als von zu Hause das Richtige für uns wäre. Aber es hat dank der Großeltern wunderbar funktioniert, so dass wir es im Sommer gleich noch einmal so gemacht haben (wer meine Erfahrungen dazu genauer nachlesen möchte, findet das hier und hier).

Im Juni kam dann das Urlaubs-Highlight des Jahres: Menorca. Was für eine schöne Insel – nicht so lebhaft wie Ibiza (das ich liebe), aber für uns in dem Moment als Familie genau der richtige Ort zum Entspannen und Erholen. Kleine Anekdote am Rande: Menorca hat eine lange Geschichte der Gin-Herstellung, die bis in die Zeit der britischen Besetzung im 18. Jahrhundert zurückreicht. Der Gin von Menorca, „Gin Xoriguer“ (benannt nach der bekanntesten Destillerie der Insel), wird oft im lokalen „Pomada“-Cocktail verwendet, einer Mischung aus Gin und Zitronenlimonade. Ja, wenn man davon zwei intus hat, singt man möglicherweise auch zu „Veo veo“ in der Kinderdisko mit. 😜

Menorca, Plamen, Meer, Janina Steger
Menorca – was für ein schönes Erlebnis!

Im August ging es dann wieder nach Slowenien (Workation, die zweite), wo wir auch einige Tage an der Adria in Portorož verbrachten. Ich bin immer noch beeindruckt davon, wie fünf Tage am Meer so entspannend sein können. Davon habe ich im Herbst noch lange gezehrt.

Überraschende Auszeichnungen und Erfolge

Manchmal überrascht einen das Leben. So ging es mir im Juli, als ich gleich drei für mich überraschende Erfolge verbuchen konnte. 🤩

Zunächst erhielt ich eine Mail einer Kundin, für die ich Infografiken erstelle. Sie schrieb mir, dass die Infografiken für die Klimawandel-Serie der Siemens Stiftung die Comenius Medaille gewonnen haben. Dieser Preis wird für pädagogisch, inhaltlich und gestalterisch herausragende Bildungsmedien verliehen. Eine besondere Ehre, denn die Medaille wird jährlich nur an wenige Bildungsprodukte vergeben, die unter allen Einreichungen besonders herausragen.

Für mich ist diese Auszeichnung deshalb so bedeutungsvoll, weil es meine erste Auszeichnung als Designerin überhaupt ist und weil mir dieses Projekt besonders am Herzen liegt. Zum einen natürlich wegen des Themas, das mittlerweile allgegenwärtig ist und nicht oft genug erwähnt, bebildert und ins Bewusstsein gerufen werden kann. Zum anderen, weil ich durch dieses Projekt meine Liebe zu Infografiken entdeckt habe und seitdem viele und gerne Aufträge in diesem Bereich annehme.

Infografik zum Thema Klimawandel mit der Comenius-Medaille
Infografik zum Thema Klimawandel mit der Comenius-Medaille

Anschließend wurde ich noch von Gudrun Wegener für Achtung Designer interviewt, wo regelmäßig spannende Designer im Podcast zu Gast sind und aus ihrem Arbeitsalltag und Designerleben erzählen. Ich habe mich sehr gefreut, dass ich dabei sein durfte. Wir haben im Interview u. a. darüber gesprochen, wie ich zum Grafikdesign gekommen bin und warum ich mich zunächst für einen anderen Beruf entschieden habe, Wie wichtig es ist, sich regelmäßig Auszeiten zu nehmen und sich in Ausstellungen und Museen inspirieren zu lassen und wie ich es schaffe, Arbeit und Familie unter einen Hut zu bringen und ein ausgeglichenes Leben zu führen. Das Interview ist hier zu hören.

Die Illustratoren Organisation e.V. hatte Anfang Juli eine Ausschreibung für eine neue Veröffentlichungsreihe, die sich gezielt an Verlage und Redaktionen richtet und die auf der Frankfurter Buchmesse und der Kinderbuchmesse Bologna vertreten war/sein wird: das Bildwerk Verlagswesen. Man konnte sich mit seinen Werken dafür bewerben und 90 IllustratorInnen wurden dafür ausgewählt. Ich bewarb mich und wurde ausgewählt! Darüber habe ich mich wahnsinnig gefreut. Das war übrigens für mich auch der Grund, warum ich zur Frankfurter Buchmesse gefahren bin. 💜

Postkarte und Bildwerk Verlagswesen der Illustratoren Organisation mit der Illustration von Janina Steger, Philografina
Das Bildwerk zusammen mit der Postkarte, die auf der Frankfurter Buchmesse verteilt wurden

Kurse und Fortbildungen

Lernen find ich super. Setz mich in eine Bibliothek und ich bin aufgeräumt. Aber auch Onlinekurse und Präsenzveranstaltungen machen mich glücklich. Dieses Jahr habe ich mehrere Fortbildungen und Coachings aus ganz unterschiedlichen Richtungen gemacht.

  1. Surface Design Immersion von Bonnie Christine: Das war der umfangreichste Kurs zum Thema Surface Design, den ich bisher gemacht habe. Es ging nicht nur um die Grundlagen (wie verschiedene Musterarten und Farbtheorie), sondern auch im Detail um die Arbeit in Adobe Illustrator sowie die Vermarktung des eigenen Portfolios. Vor allem in Bezug auf Illustrator habe ich sehr viel Nützliches gelernt.
  2. „Draw with me in Procreate: Mid-Century Cookbook Illustration” von Jutta Schneider auf Skillshare: Dieser Kurs hat wirklich Spaß gemacht! Ich liebe den Mid-Century-Stil seit ich den rosaroten Panther kenne und schon beim Zuschauen kribbelte es mir in den Fingern, gleich loszulegen. Jutta erklärt alles verständlich und super nachvollziehbar. Bei mir ist als Projektarbeit eine Postkarte entstanden.
  3. Ein Coaching zum Finden meiner “Big Five for Life” nach John Strelecky mit Bea Fleischmann: Zugegeben – das Buch „Das Café am Rande der Welt“ habe ich nie gelesen, dafür aber „Reich und Glücklich“, das er zusammen mit Tim Brownson geschrieben hat. Mir gefiel der Gedanke, das hinter mir zu lassen, was mir nicht gut tut und meine Energie stattdessen nur auf das zu richten, wofür ich brenne. Meine liebe Freundin Bea hat dieses Jahr die Big Five for Life-Coach-Ausbildung abgeschlossen und ich durfte ihr erster Coachee sein.
    Eigentlich dachte ich am Anfang, dass ich schon ganz gut wüsste, was mir im Leben wichtig ist. Aber im Laufe des Coachings hat sich herausgestellt, dass hier und da doch noch ein paar versteckte Leidenschaften ans Licht wollten. 😄 Es ist ein sehr schönes Gefühl, seine Ziele bzw. Werte alle geordnet niedergeschrieben zu sehen.
Postkarte mit der Aufschrift "Das alles wäre nie passiert ohne Prosecco" von Janina Steger, Philografina
Das alles wär nie passiert – ohne Skillshare und Jutta 😄

Schönste Ausstellungen und andere Inspiration

Um immer wieder neue Inspiration zu bekommen und auch um mich mit anderen Kreativen auszutauschen, versuche ich so oft wie möglich Ausstellungen und Museen zu besuchen. Zum einen macht es mir einfach riesig Spaß, zum anderen fliegen mir an solchen Orten oft Gedanken für eigene Projekte zu. Dieses Jahr war ich in einigen Museen (die Flugwerft, das Deutsche Museum, Spinnenausstellungen und das Verkehrsmuseum sind mit der Familie super, aber für mich alleine fällt die Wahl auf andere Museen 😉), aber die, die mich am meisten beeindruckt haben, waren diese:

  • „Flowers Forever“ in der Kunsthalle München: Kunst rund um das Thema Blumen. Hat mir sehr gefallen! Daraus ist dann das untenstehende Bild entstanden.
  • “Disney100“: Als Disney-Fan seit Kindheitstagen war das natürlich ein Muss! Eine genaue Beschreibung der Ausstellung findest du hier.
  • „Festival der Zukunft“: keine richtige Ausstellung, aber ein Sommerfest, auf dem es richtig viel zu sehen und auszuprobieren gab. Besonders beeindruckt waren wir von den Kreisbildern, die wir gleich zu Hause mit unserem Ventilator nachbauen und ausprobieren mussten.
Blumenbild in Magenta und Grün von Janina Steger, Philografina
Blumen mit Acryl, Polychromos und Edding

Beste Bücher des Jahres

Seit ich ein Bullet Journal führe (inzwischen seit vier Jahren), habe ich eine Bücherliste, in die ich notiere, was ich gelesen habe und wie es mir gefallen hat. Dieses Jahr war sehr literarisch – es stehen 25 Bücher auf meiner Liste der gelesenen Bücher! Meine diesjährigen Favoriten, die ich mit der Note 1 versehen habe (d. h. sie haben mich berührt, mitgerissen und waren wunderbar geschrieben):

  • Auf Erden sind wir kurz grandios von Ocean Vuong
  • Normale Menschen von Sally Rooney
  • Morgen, morgen und wieder morgen von Gabrielle Zevin
  • Die Fotografin von William Boyd
  • Ab jetzt Biohacking von Stefan Wagner und Andreas Breitfelder
  • Die Quelle von Dr. Tara Swart

Wer eine konkrete Auswahl an kreativen Büchern haben möchte, die mich im Laufe der Jahre besonders beeindruckt haben, wir hier fündig.

Bücherliste 2023 von Janina Steger, Philografina
Meine gelesenen Bücher 2023 – ein sehr buntes Potpourri aus Sachbüchern und Romanen – und am Jahresende viel Harry Potter 🧙

Wie ich auf die verschiedenen Titel komme? Entweder durch Empfehlungen von Freunden, durch Streifzüge durch unsere Stadtbibliothek oder auch durch Büchermagazine.

Self-Care

Wenn mich die Corona-Zeit eines gelernt hat, dann das: Kümmere dich gut um dich selbst, damit du dich um andere kümmern kannst. Der (Familien-)Alltag kann manchmal sehr anstrengend und herausfordernd sein. Da muss ich jede Kraftquelle anzapfen, die mir zur Verfügung steht. 😄 Dieses Jahr habe ich mir ein paar neue Gewohnheiten für mein persönliches Wohlbefinden angeeignet.

Was fehlt vielen Leuten am meisten? Zeit! Zeit, um Menschen zu treffen, die man schon lange mal wieder sehen wollte. Für Dinge, die man schon lange mal wieder tun wollte. Bei mir war es Zeit für kreative Experimente, für das Ausprobieren neuer Gestaltungstechniken oder einfach für unbeschwertes Gestalten und sich treiben lassen.

Die kleinen Lücken im Alltag habe ich dafür nicht genutzt, weil es mir zu umständlich erschien, alle meine Mal- und Bastelsachen herzuräumen und meine persönliche Wohlfühlumgebung zum Kreativsein zu erschaffen. Also musste ich einen Termin mit mir selbst ausmachen! Der Sonntagabend ist es nun geworden. Er gehört ganz mir und meiner Kreativität. Und ich liebs.

Temperafarben, Bild mit Tentakeln von Janina Steger, Philografina
Einfach mal treiben lassen – hier kamen Tentakel mit Temperafarben heraus

Eines meiner Ziele für dieses Jahr war auch, richtig fit zu werden. Yoga mache ich schon lange, Spaziergänge sind auch ein fester Bestandteil des Tages, aber Krafttraining – da war ich bisher nicht so dabei, weil es (vermeintlich) zu zeitaufwendig ist, zu schwierig, im Alltag einen geeigneten Zeitpunkt dafür zu finden, zu anstrengend.

Foto vom Mond über der Panzerwiese
Die Panzerwiese – bei jedem Wetter und jeder Tageszeit mein liebster Ort zum Spazieren, Erholen, Träumen

Das sollte sich dieses Jahr ändern. 💪 Hat es auch, wenn auch mit einigen Startschwierigkeiten. Nachdem ich im Januar noch hochmotiviert war und ich ein Krafttrainingsprogramm über YouTube gemacht habe, war es mir dann doch zu zeitaufwendig (eine halbe Stunde Training, dann Duschen und das ganze Drum und Dran – zu lang!). Dann habe ich so weitergemacht wie vorher – nur unstrukturiert hier und da mal ein paar Übungen. Das bringt natürlich nichts.

Im Juli kam mir dann die Idee, einfach wieder mit HITT (High Intense Interval Training) anzufangen. Das habe ich vor zehn Jahren schon einmal gemacht, aber irgendwie habe ich es wieder aufgegeben. Nun habe ich seit einem halben Jahr eine feste Routine mit zwei Einheiten pro Woche und bin total begeistert, wie sehr sich mein Wohlbefinden seitdem gesteigert hat und wie gut sich diese kurzen Einheiten (15 Minuten!) in den Alltag integrieren lassen. Die Trainingseinheiten habe ich von RadiantMe, wer sich das mal anschauen möchte.

Buchmesse

Die Buchmesse… hach, schwelg… Das war mein berufliches Highlight dieses Jahr! Ich habe die ganze Reise mit den Vor- und Nachbereitungen so genossen. Diese freudige Aufregung, eine Mischung aus Vorfreude auf Weihnachten und Lampenfieber, hat mich sehr lebendig gemacht. So sehr, dass ich einen ausführlichen Blogartikel darüber geschrieben habe. Schau gerne mal hier nach, wenn du genau wissen willst, was mich so fasziniert hat.

Auf der Frankfurter Buchmesse, Janina Steger
Eingang, glückliches Selfie und Halle 3

Der Blog ist online

Eines meiner Ziele für dieses Jahr war, einen eigenen Blog zu starten. Juhu, das hat geklappt! Im Vorfeld wollte ich mir aber Gedanken darüber machen, wie der Blog aussieht, was er thematisch behandelt, wie oft ich blogge und was ich sonst noch brauche. Es sollte ein Blog werden, auf dem ich eine bunte Mischung aus kreativen Anleitungen, Einblicken in meine Arbeit und vor allem Beiträge mit dem Fokus auf Surface Pattern Design veröffentlichen würde.

Nun ja, inzwischen fällt mir auf, dass der letzte Aspekt, der Fokus aufs Surface Pattern Design nicht so gegeben ist. Es gibt einfach zu viele andere Dinge, die mich in meinem (kreativen) Leben faszinieren und meinen Alltag ausmachen, als dass ich mich auf meinem Blog ausschließlich damit beschäftigen möchte. Das ist okay. Ich musste den Blog ja auch erst ins Leben rufen, um zu sehen, was für mich funktioniert.

Also wurden Listen geschrieben, Fotos gemacht (danke, Daniel) und Vorlagen für die Beiträge erstellt. Es konnte losgehen!

Janina Steger sitzt am Tisch und malt; Foto von Daniel Stein
Was für ein entspanntes schönes Shooting – Foto: Daniel Stein

Eine feste Rubrik sollten die Monatsrückblicke werden, allein schon deshalb, weil ich dann wenigstens einmal im Monat etwas veröffentlichen würde. Das hatte den angenehmen Nebeneffekt, dass ich jetzt – im Rückblick – sehe, was ich in diesem Jahr alles erlebt habe und dass ich, auch wenn die Zeit im Alltagstrubel scheinbar ereignislos vergeht, eigentlich jeden Monat viel Schönes erlebe.

Was ich gelernt habe? Ich habe große Freude am Schreiben! Besonders die Schritt-für-Schritt-Anleitung und Buchbesprechungen haben mir sehr viel Spaß gemacht. Am Anfang war ich übrigens unsicher, wie meine „öffentliche“ Stimme klingen würde, wie viel ich (in den Monatsrückblicken) preisgeben möchte, womit ich mich wohlfühle. Mittlerweile habe ich aber ein gutes Gefühl dafür entwickelt, was mir liegt.

Alte und neue Kreativtechniken

Es gibt einige Techniken, zu denen ich seit langem immer wieder zurückkehre. Dazu gehören Collagen und auch Mixed Media. Beides mache ich auch gerne mit den Kindern, die ja die Meister im Kombinieren von verrückten Materialien sind. („Mama, womit kann ich diese alte CD am Bild befestigen? Und können wir die Ränder dann noch anbrennen, wie bei einer Schatzkarte?“) Ich kann dabei noch einiges lernen (Stichwort: innerer Zensor). Auch in diesem Jahr habe ich mich beim Gestalten für mich selbst vor allem mit analogen Techniken beschäftigt.

Tisch mit Kreativmaterialien
Kreatives Chaos beim Collagenkleben

Neu war in diesem Jahr ein stärkerer Fokus auf Handlettering und Tempera. Neben dem Kurs von Jess Miller habe ich mich seit langem mal wieder mit meinen Handlettering-Büchern, die bei mir im Regal stehen, beschäftigt und ein Motiv in Procreate gestaltet. Das möchte ich im nächsten Jahr fortsetzen.

Im August habe ich mir dann im Urlaub Temperafarben gekauft (die ich anfangs fälschlicherweise für Gouachefarben gehalten habe) und angefangen, damit zu experimentieren. Die Handhabung der Farben gefällt mir sehr gut und auch das Aussehen der Farben nach dem Trocknen (samtmatt). Aber wenn die Tuben leer sind, kaufe ich mir wirklich Gouachefarben! 😄

Herbststimmung, Endlosmuster mit Kürbissen von Janina Steger, Philografina
Herbststimmung, Endlosmuster, das erst mit Temperafarben gemalt und dann digitalisiert wurde

Meine 3 liebsten eigenen Blogartikel des Jahres


Mein Jahr 2023 in Zahlen

  • Instagram-Follower: 192
  • Veröffentlichte Blogartikel: 15
  • Gelesene Bücher: 25 (neuer Rekord)
  • Krafttrainingseinheiten: 36
  • Handgeschriebene Seiten (in A5, Bullet Journal, Morgenseiten, Tagebuch): 348

Meine Ziele für 2024

Es ist schön, auf das vergangenes Jahr zurückzublicken und sich bewusst zu machen, was gut oder auch ganz anders gelaufen ist. Noch schöner finde ich es aber, auf das kommende Jahr zu blicken und mir Ziele zu setzen, was ich noch erreichen möchte. Hier sind meine Ziele für 2024:

  1. Einen Etsy-Shop eröffnen: Schon lange spiele ich mit dem Gedanken, meine Bilder, Vorlagen und Muster auf Etsy als Download zu verkaufen. Oder auch einige Originale dort anzubieten. Nächstes Jahr werde ich mich richtig auf einen Shop-Launch vorbereiten und es endlich angehen. Ich freue mich schon darauf!
  2. Einen Online-Kurs anbieten: Mit meinen beiden Studiengängen Pädagogik und Grafikdesign sowie meiner Vergangenheit mit diversen Coachings liegt dieser Schritt nahe. Ich habe mich allerdings immer vor der Arbeit gescheut und hatte auch Angst davor, dass der Kurs dann nicht gut ankommt und die Arbeit „umsonst“ war (ich schreibe das in Anführungszeichen, weil ich glaube, dass keine Arbeit umsonst ist – irgendwas nimmt man an Erkenntnis immer mit). Also möchte ich mich 2024 an ein Konzept ausarbeiten und umsetzen.
  3. Einen Newsletter auf meiner Seite einrichten: Auch das ist ein Punkt, den ich für dieses Jahr schon im Kopf hatte, der aber einfach noch nicht so weit ausgereift war, als dass ich ihn hätte umsetzen können. Nun nimmt das Projekt „Newsletter“ konkretere Formen an und ich wage mich an die Umsetzung.
  4. Meine Infografik-Skills verbessern: Ich möchte noch ein, zwei Fortbildungen zum Thema Infografiken besuchen und mich tiefer damit beschäftigen.
  5. Gezielteres Marketing über LinkedIn: Bisher habe ich LinkedIn zugunsten von Instagram etwas stiefmütterlich behandelt. Dabei habe ich durch Franziska Walther von „Die gute Mappe“ gelernt, dass sich dort die Entscheider der Unternehmen tummeln – und zu denen möchte ich ja durchdringen.
  6. Wieder einmal das DC-10 auf Ibiza besuchen: Im Sommer geht’s endlich, endlich mal wieder nach Ibiza und als große Techno-Liebhaberin möchte ich dann wieder ins DC-10, einen Techno-Club direkt neben dem Flughafen. Während man zu harten Bässen tanzt, donnern über einem Flugzeuge hinweg. Klingt ungemütlich? Ist es aber nicht und hat seinen ganz eigenen Charme. Muss man erlebt haben.

Mein Motto für 2024 lautet: Visionen werden Wirklichkeit

Und wie war dein Jahr 2023? Was hast du dir für 2024 vorgenommen? Lasst uns 2024 zu einem großartigen Jahr voller Freude und Schaffenslust werden!

6 Antworten

  1. Wow, liebe Janina! Ein unglaubliches Jahr für dich. Deine Zeilen zu lesen macht Lust auf mehr Geschichten aus deinem Designeralltag. Auch inspiriert es mich dazu, meinen Stapel an wartenden Weiterbildung-Workshops mit Wohlwollend zu betrachten und mich noch vor Jahresende in den Schüler Status zu versetzen. Danke dir für deine Erzählungen! Freue mich dich im neuen Jahr zu lesen 🤗! Ganz liebe Grüße, Anna

    1. Liebe Anna,
      Danke für deine lieben Worte! Du glaubst gar nicht, wie toll es für mich ist zu lesen, dass das, was ich tue, andere inspiriert. ☺️ Wohlwollen ist ein sehr guter Plan und sorgt bestimmt dafür, dass du noch mehr Freude beim Lernen hast. Wir hören/lesen uns im neuen Jahr! Liebe Grüße!

  2. Hallo liebe Janina,

    es ist toll, dank des #jahresrückblog23 neue interessante Menschen, Blogs, Berufe und Berufungen kennenzulernen.
    Dein Beitrag hat mir sehr gut gefallen. Besonders das Thema Infografiken finde ich spannend. Ich liebe solche Grafiken (habe ich sogar in meinem Jahresrückblick geschrieben :-). In Form von Sketchnoting habe ich mich zumindest auch ein wenig dem Thema genähert. Aber richtig gut bin ich darin nicht.

    Ich wünsche Dir viel Erfolg dabei, Deine Ziele und Projekte in 2024 Realität werden zu lassen. Der Schritt einen Newsletter zu starten ist nur anfangs schwer. Wenn erst der erste Newsletter raus ist, fühlt sich das sehr gut an. Und die nächsten werden dann immer leichte. Habe ich selbst vor zwei Monaten erlebt 🙂
    Und einen Online-Kurs habe ich mir auch vorgenommen.

    Liebe Grüße
    André

    1. Hallo lieber André,
      vielen Dank für den ausführlichen und lieben Kommentar. Ich freue mich, dass dir mein Rückblick gefallen hat und wir mit den Infografiken bzw. Sketchnotes ein gemeinsames Interesse haben. Tatsächlich habe ich früher Coachings für Sketchnotes gegeben und kann dir sagen, dass man mit jedem Üben immer besser wird. ☺️
      Danke für die ermutigenden Worte zum Thema Newsletter. Wahrscheinlich ist es so wie beim Blog: Wenn man einmal gestartet hat, merkt man, dass es kein Hexenwerk ist und sogar Spaß machen kann.
      Alles Gute und viel Erfolg für alle deine Vorhaben in 2024!
      Liebe Grüße
      Janina

  3. Liebe Janina,
    ich muss wieder sagen, ich lese Deine Blogeinträge so gern, keine Ahnung wie man “ich häng an Deinen Lippen” für Geschriebenes übersetzt, das triffts für mich jedenfalls bei Deinen Texten 😊
    Gerade Deine Monatsrückblicke und jetzt der Jahresrückblick inspirieren mich auch in die Reflektion zu gehen und die schönen Momente Revue passieren zu lassen.
    Ich finde mit dem Schreiben hast Du ein sehr schönes Talent. Deine Texte sind eine schöne Mischung aus Beschreibungen Deiner Erlebnisse, Infos und treffend beschriebenen Details und zwischendurch immer wieder was zum Schmunzeln, einfach schön und auch kurzweilig zu lesen.
    Und dass unser Coaching auch Erwähnung gefunden hat, freut mich besonders 😊
    Liebe Grüße Bea

    1. Liebe Bea,
      vielen lieben Dank für deinen so herzerwärmenden Kommentar! Ich freue mich sehr, dass dir meine Artikel und mein Schreibstil gefallen. <3
      Und was die Inspiration betrifft, beruht das ja auf absoluter Gegenseitigkeit. Ich freue mich auf viele weitere gemeinsame Entdeckungen auf unserer Reise.
      Alles Liebe
      Janina

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Janina Steger lächelnd

Illustratorin, Designerin und Gründerin des Designstudio Philografina. Neben Grafikdesign, Infografiken und Illustrationen für Unternehmen und Start-ups liebe ich es, bunte und verspielte Muster in verschiedenen Techniken zu gestalten. Die
Freude an der Vielfalt kreativer Möglichkeiten möchte ich gerne mit dir teilen.

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