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Pfingsrostenmuster mit Text "Monatsrückblick Mai 2024"

Monatsrückblick Mai 2024 – Neue Herzensprojekte, Bücher fürs Mindset und Reiseberichte

Geht es dir auch so, dass der Mai nur so vorbeigerauscht ist? Durchzogen von so vielen Feiertagen (zumindest in Bayern), dass gar kein Gefühl von Alltagsroutine aufkommen wollte? Das kann mühsam sein, weil es ein bisschen Hektik mit sich bringt. Das kann aber auch belebend sein, weil es Abwechslung bringt. Mir ist in diesem Monat sehr viel Schönes passiert – unerwartete Geschenke, Aufmerksamkeiten von lieben Menschen, glückliche Zufälle. Aber vor allem auf beruflicher Ebene hat sich was getan. Neben weiteren Aufträgen für einen meiner treuen Kunden hat sich eine neue Zusammenarbeit ergeben, deren Thema mir am Herzen liegt. Außerdem konnte ich im Mai viel lesen und möchte euch meine Favoriten vorstellen und erzählen, wie sie meine Einstellung zur Selbständigkeit beeinflusst haben. Und dann waren ja auch noch Schulferien und statt in die Ferne zu schweifen, haben wir Bayern ein bisschen erkundet: den Donaudurchbruch bei Weltenburg und die historische Stadt Augsburg.

Spannende Projekte und neue Verbindungen – von Stammkunden und Intuition

Wenn eine Zusammenarbeit einmal gut funktioniert, ist das ein Segen: Die Kommunikation läuft auf einer wertschätzenden Basis, Unklarheiten können schnell geklärt werden, die Richtung der Designs ist bereits vorgegeben und man nähert sich in den Entwürfen rasch an. Im Mai sind zu den bereits laufenden Projekten eines Kunden noch vier weitere hinzugekommen, so dass wir bis zum Herbst an vielen schönen Dingen arbeiten werden, u.a. Briefvorlage, Flyer, PowerPoint-Vorlage, Aufnahmebogen und als Krönung ein Design Manual. Ich freue mich sehr über das Vertrauen dieses Kunden und auf die Arbeit der kommenden Monate.

Eine verrückte Geschichte einer neuen Zusammenarbeit möchte ich dir nicht vorenthalten. Die Bestsellerautorin (u.a. „Gesund essen ist Liebe“), Lovefluencerin und Theta-Healerin Veronika Pachala, der ich schon lange folge, erwähnte in ihrem Podcast, dass ihre Assistentin Ende Mai aufhört. Auch wenn ich nicht mehr im Bereich Assistenz oder Projektmanagement arbeite, hatte ich das starke Gefühl, dass ich mich bei ihr melden sollte.

Janina Steger lächelt, sie hat eine weiße Bluse und eine rosa Strickjacke an und stützt sich mit dem Kopf auf die linke Hand
Glücklich, dass ich meiner Intuition gefolgt bin – was da nicht alles für tolle Dinge passieren können

Das habe ich dann auch getan. Veronikas Antwort war: Eine Assistenz in der bisherigen Form wird es nicht mehr geben, dafür aber ein Team mit verschiedenen Aufgaben. Und sie brauche tatsächlich noch jemanden für die grafische Unterstützung. Ob ich mir das vorstellen könnte und ob wir nicht mal miteinander zoomen wollten. Wie toll ist das denn, dachte ich mir! Na klar! Wir haben uns unterhalten und nach diesem Gespräch war ich im Team. Ich habe mich so sehr gefreut, denn eines ihrer wichtigen Themen ist es, die Welt mit mehr Wohlwollen und Liebe zu füllen. Werte, die ich selbst verfolge und es umso erfüllender finde, im Sinne dieser Werte zu arbeiten.

Bildcollage: erstes Buch von Veronika Pachala "Gesund kochen ist Liebe", Wolkenhimmel bei Sonnenuntergang, Blumenstrauß
Veronikas erstes Buch, über das ich sie überhaupt entdeckt habe; Wolkenhimmel – die Bildwelt, in der ich mich gerade im Rahmen unserer Zusammenarbeit bewege und Blumen als Dankeschön für die Begrüßung im Team und erste erfolgreiche Zusammenarbeit – so liebevolle Geste <3

Die erste gemeinsame Arbeitswoche war dann auch gleich intensiv, da die Veronika Pachala Membership zum 01.06. starten sollte. Aber trotz des Zeitdrucks war unser Miteinander im Team sehr wertschätzend und bereichernd für mich. Ich freue mich so sehr über diese neue Zusammenarbeit.
Es hat mir wieder einmal gezeigt, dass es sich lohnt, der Freude und seiner Intuition zu folgen (damit meine ich die Weisheit und Erfahrung in unserem Nervensystem, der wir uns nicht bewusst sind und die tief in unserem limbischen System, im Hirnstamm, im Rückenmark und in den Nervenzellen des Verdauungssystems gespeichert ist, vgl. auch meine Buchbesprechung zu „Die Quelle“ von der Neurowissenschaftlerin Dr. Tara Swart hier).

Romandhelden liefern Unterstützung fürs Mindset in der Selbständigkeit

Dass sich das Lesen von Büchern, insbesondere von Romanen, positiv auf die Entwicklung von Empathie auswirkt, ist seit langem bekannt. Wie es sich aber auf das Mindset der (kreativen) Selbständigkeit auswirken kann, möchte ich hier etwas genauer erläutern:

  • Förderung der Kreativität: Romane regen die Fantasie und Vorstellungskraft an. Durch das Eintauchen in fiktive Welten und Charaktere wird die eigene Kreativität angeregt, was für kreative Selbständigkeit essenziell ist.
  • Verbesserung der Empathie: Das Lesen von Geschichten über verschiedene Lebenssituationen und Perspektiven kann das Einfühlungsvermögen stärken. Empathie ist wichtig für das Verständnis von Kundenbedürfnissen und die Entwicklung von Produkten oder Dienstleistungen, die wirklich ansprechen.
  • Erweiterung des Wortschatzes und der Kommunikationsfähigkeiten: Regelmäßiges Lesen erweitert den Wortschatz und verbessert die sprachliche Ausdrucksfähigkeit. Diese Fähigkeiten sind entscheidend für effektives Marketing und den Aufbau von Kundenbeziehungen.
  • Stressabbau und Entspannung: Romane bieten eine Möglichkeit sich zu entspannen und Stress abzubauen. Ein entspannter Geist ist kreativer und produktiver, was für Selbständige von großem Vorteil ist.
  • Förderung von Problemlösungsfähigkeiten: Durch das Verfolgen komplexer Handlungsstränge und das Nachvollziehen der Entwicklung von Charakteren können Leser lernen, Probleme aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und kreative Lösungen zu entwickeln.
Eine Frau hält ein Buch vor sich und eine türkise Tasse Kaffee in der Hand
Lesen gehört zu meinen liebsten Beschäftigungen und ist fester Bestandteil meines Alltags

In diesem Monat haben mich zwei Romane besonders fasziniert: „Offene See“ von Benjamin Myers und „Eine Frage der Chemie“ von Bonnie Garmus.
Der Roman „Offene See“ erzählt die Geschichte eines jungen Mannes namens Robert, der nach dem Zweiten Weltkrieg auf der Suche nach Freiheit und Identität durch die englische Landschaft wandert und dabei die eigenwillige Dulcie trifft, die ihm neue Perspektiven auf das Leben eröffnet. Durch ihre Freundschaft lernt Robert, die Schönheit und Vielfalt der Welt zu schätzen und findet seinen eigenen Weg im Leben. Auf der einen Seite fand ich die Entwicklung des Charakters vom Schulabgänger ohne konkrete Ziele hin zu einem jungen Mann voller Mut, der sich gegen Konventionen und den Erwartungen stellt und seinen eigenen Weg geht, sehr spannend. Auf der anderen Seite hat mich Dulcie fasziniert, die ihre aufregenden, schillernden aber auch tragischen Lebenserfahrungen mit Robert teilt und ihm zeigt, dass es sich immer lohnt, seinen Träumen und Vorstellungen zu folgen. Solche Geschichten hinterlassen bei mir ein Gefühl von Motivation und Aufbruchsstimmung.

Cover-Fotografie des Buchs Eine Frage der Chemie von Bonnie Garmus
Dieses Buch hat unheimlich viel Spaß gemacht, war spannend und hat mir neue Denkanstöße gegeben – “Eine Frage der Chemie” von Bonnie Garmus

“Eine Frage der Chemie” von Bonnie Garmus handelt von der brillanten Chemikerin Elizabeth Zott, die in den 1960er Jahren gegen die Geschlechterdiskriminierung in der Wissenschaft kämpft und unfreiwillig zur Fernsehköchin wird, wodurch sie eine ganze Generation von Frauen inspiriert. Mit Humor und Entschlossenheit zeigt Elizabeth, dass Wissenschaft und Alltagsleben untrennbar miteinander verbunden sind, und setzt sich für Gleichberechtigung und Selbstbestimmung ein.
Dieses Buch hat mich gleichermaßen fasziniert, begeistert und unterhalten. Es hat mich bestärkt, meine eigenen Herausforderungen in der Selbständigkeit anzunehmen, mutig meine eigenen Ideen zu verfolgen und umzusetzen. Außerdem belegte es für mich auf ein Neues, wie wichtig ein Netzwerk ist, in dem man seine Erfahrungen austauschen und sich gegenseitig unterstützen kann. Große Empfehlung!

Ein weiteres Buch zum Thema kreative Selbständigkeit, das ich noch lese, ist „Freiräume“ von Gudrun Wegener. Als Rezensentin darf ich dazu ein ausführliches Feedback geben, was ich zu gegebener Zeit auch hier tun werde. Es geht darum, wie man sich im Alltag Freiräume für neue Inspirationen schafft, indem man seine Zeit effizient plant, sein Projektmanagement optimiert, Krisen und Blockaden vermeidet und vieles mehr.

Warum in die Ferne schweifen – Bayern erkunden

Mit all den Feiertagen und Ferien bot es sich natürlich an, eine Auszeit einzulegen und ein paar Unternehmungen zu planen. Dieses Jahr wollten wir aber nicht weit weg (so wie letztes Jahr, s. hier), sondern stattdessen Bayern ein wenig erkunden. Ich habe das Gefühl, dass es direkt vor meiner Haustür noch so viel zu entdecken gibt.

Foto von der Befreiungshalle in Kelheim vor blauem Himmel
Die Befreiungshalle in Kelheim – eindrucksvoller klassizistischer Bau

Schon als Kind fand ich den Donaudurchbruch bei Kelheim sehr beeindruckend. Der Donaudurchbruch ist eine Engstelle, wo sich die Donau durch bis zu 80m hohe Kalksteinwänden schlängelt. Das wollte ich meinen Kindern unbedingt zeigen, weil es mir selbst als Kind immer großen Spaß gemacht hat. Im Kloster Weltenburg, dem ältesten Kloster Bayerns, kann man gemütlich einkehren und am Donaustrand die vom Wasser flach geschliffenen Steine über die Wasseroberfläche flitschen lassen. Wer möchte, kann anschließend auch noch die nahe gelegene Befreiungshalle in Kelheim besuchen. Insbesondere, wenn man ein Faible für klassizistische Architektur und/oder die Architekten Leo von Klenze und Friedrich von Gärtner hat, lohnt sich ein Besuch. Das Ganze ist dann ein schöner Familienausflug, der Unterhaltung für drei Generationen bietet.

In den Pfingstferien hatten mein Mann und ich ein paar Tage Zeit ohne Kinder, so dass wir Gelegenheit für einen Kurztrip nach Augsburg hatten. Obwohl die Stadt so nah an München liegt, hat es sich bisher einfach nie ergeben, sie mal zu besuchen. Als Mittelalterfan und Liebhaberin alter Häuser war das eine gute Wahl!  Besonders beeindruckt hat mich die Fuggerei, eine der ältesten bestehenden Sozialsiedlungen der Welt. Man kann sie als „Stadt in der Stadt“ bezeichnen, denn sie hat eine eigene Stadtmauer, eine eigene Kirche und mehrere Stadttore. In einigen Museumswohnungen wird gezeigt, wie die Menschen früher und heute in der Sozialsiedlung gelebt haben. Übrigens eine wunderschöne Ausstellungsgestaltung in diesen Wohnungen!

Bildcollage: Fuggerei in Augsburg, Hauptstraße, Schriftzug "Ewigkeit" und Einblick in die Museumswohnung
Die Fuggerei in Augsburg – auf einer der Hauptstraßen und Einblick in die Museumswohnung

Aber auch sonst gibt es einiges in Augsburg zu entdecken: die weitläufige Maximilianstraße, viele schöne Parks, den Stadtmarkt und unzählige schöne Bauwerke. Insbesondere die Kirche St. Moritz nach der Sanierung nach dem Entwurf des Londoner Architekten und Designer John Pawson hat mir gefallen: in den Farben weiß und dunkelbraun (Holz) hat sie eine sehr reduzierte, minimalistische und klare Formensprache. Alles in allem finde ich die Stadt durchaus sehenswert.

Bildcollage mit Blick in alte Gasse in Augsburg, Kanaldeckel mit Stadtsymbol und die Orgel der Kirche St. Moritz
Einblick in die alten Gassen, ein Kanaldeckel, der mit dem Stadtsymbol, dem Zirbelzapfen geschmückt ist und die minimalistische Kirche St. Moritz

Zusammenfassend bin ich immer noch ein wenig berauscht von dem, was im Mai alles passiert ist und freue mich jetzt auf den Sommer, auf die Sonne und auf all die schönen Projekte und Vorhaben, die da kommen werden. Hab eine wundervolle Zeit!

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2 Responses

    1. Liebe Edi,
      danke für den Tipp! Ja, das hatten wir auf dem Schirm, allerdings war die Zeit zu knapp. Aber beim nächsten Mal werde ich mir das auf jeden Fall vormerken!
      Liebe Grüße!

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Janina Steger lächelnd

Illustratorin, Designerin und Gründerin des Designstudio Philografina. Neben Grafikdesign, Infografiken und Illustrationen für Unternehmen und Start-ups liebe ich es, bunte und verspielte Muster in verschiedenen Techniken zu gestalten. Die
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