Was ich 2026 in meiner Selbständigkeit anders mache

Was ich 2026 in meiner Selbständigkeit anders mache

Und schwupps – schon ist der Januar wieder vorbei.
Gut, er war durch den verspäteten Start nach dem Feiertag am 6. Januar etwas kürzer. Trotzdem bin ich jedes Jahr aufs Neue erstaunt, wie schnell so ein Monat vergeht.

Dieses Mal bin ich allerdings ziemlich stolz auf meinen Jahresstart.

Ich habe das letzte Jahr sauber abgeschlossen: mit Überblick über meine Aufträge, meine Entwicklungen und die wichtigsten Erkenntnisse. Und ich habe das neue Jahr auf Basis meiner realistisch verfügbaren Zeit geplant (danke an Carolin Zahn – das war großartig, wie du das angeleitet hast!). Ein Vision Board habe ich natürlich auch wieder.

Ich habe neue Routinen etabliert – und bin selbst überrascht, wie gut ich sie bisher umsetzen kann.
Ich habe angefangen, auch wenn noch nicht alles perfekt vorbereitet war.

Und vor allem:
All das hat zu einer neuen Klarheit geführt, wie ich bestimmte Dinge in diesem Jahr handhaben möchte.

Veränderungen im Einzelnen

Welche Bereiche möchte ich also konkret verändern? Ich gehe sie mal der Reihe nach durch – mit meinen wichtigsten Erkenntnissen und Vorhaben.

1. Akquise als kontinuierlicher Prozess

Das Thema kennen alle Selbständigen. Für manche ist es lästig, für andere stressig, für viele landet es schnell in der „Vielleicht-mache-ich-das-lieber-morgen“-Ecke.

Im letzten halben Jahr habe ich hier bereits einen guten Schritt nach vorne gemacht (danke an Franziska Walther und ihre Portfolio-Akademie sowie an meine wöchentliche Mastermind-Gruppe!). Was mir allerdings noch fehlte, war eine wirklich SMARTE, kontinuierliche Lösung.

Das ist jetzt anders.

Gemeinsam mit drei Kolleginnen nehme ich aktuell an der 100-in-50-Akquise-Challenge teil (ebenfalls von Franziska Walther). Die Idee: In 50 Tagen 100 Akquise-Aktionen umsetzen. Egal ob LinkedIn-Post, Kund:innengespräch oder Portfolio-Versand – alles zählt.

Das sorgt vor allem für eines: ein sehr gutes Gefühl von „Ich tue etwas“.
Und weil ich im letzten Jahr inhaltlich viel Vorarbeit geleistet habe, ist diese Akquise nun auch klar auf meine Angebote ausgerichtet.

Was mir zusätzlich noch fehlte, war eine Jahresplanung in Bezug auf Akquise. Bestimmte Aktionen – etwa Weihnachts- oder Neujahrsgrüße – lassen sich wunderbar frühzeitig einplanen und sorgen dann nicht plötzlich für unnötigen Stress. Auch diese Planung habe ich mir nun vorgenommen.

Was mich direkt zum nächsten Punkt bringt …

2. Notion, mein neuer bester Freund

Meine Projektplanung, Zielnachverfolgung und – seit Neuestem – auch meine Akquiseplanung waren bisher eine Mischung aus Bullet Journal und Trello. So richtig glücklich war ich mit Trello allerdings schon seit einiger Zeit nicht mehr.

Zum einen ist es in der kostenlosen Version für meine Art der Projektdokumentation zu eingeschränkt (zehn Boards sind schnell voll). Ich brauchte also immer noch ein weiteres Tool, um den Überblick zu behalten.
Zum anderen ist Trello nicht EU-konform im Sinne der DSGVO. Der Firmensitz liegt in Australien, und es gibt keinen Angemessenheitsbeschluss der EU.

Einige Kolleg:innen schwärmten schon länger von Notion. Und ja – ich tue das jetzt auch.
Es ist ein mächtiges Tool, aber genau das gefällt mir: Ich habe alles an einem Ort und kann mir meine Strukturen so bauen, wie sie für mich funktionieren.

Ich habe keine stundenlangen Einführungskurse gebraucht. Ein, zwei YouTube-Videos haben gereicht, um gut starten zu können. Wie sich das Tool über ein ganzes Jahr hinweg bewährt, wird sich zeigen – aber mein erster Eindruck ist sehr positiv.

Ach ja:
Das Bullet Journal bleibt. Es ist aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken. Ich brauche dieses analoge Werkzeug, um meine Gedanken zu sortieren. (Und ja, ich liebe es auch einfach, mit einem echten Stift auf echtem Papier zu schreiben.)

Janina Steger am Tisch sitzend an einem Notizbuch
Mein Bullet Journal ist mein täglicher Begleiter. // Foto: Nicole Lipp

3. Der Marketing-Kreislauf

Im Juli letzten Jahres habe ich es hier im Blog und auf Social Media schon erwähnt:
Meine digitale Basis soll meine Website und mein Blog sein – nicht LinkedIn oder Instagram. Die Gründe dafür habe ich damals ausführlich beschrieben.

Die Entscheidung fühlte sich richtig an. Die Umsetzung war im Herbst allerdings schlicht nicht drin – der Kalender war zu voll. Das habe ich im Januar geändert.

Mein Ablauf für Blog, LinkedIn und Instagram sieht nun so aus:
Ich starte mit dem Blogbeitrag. Daraus leite ich anschließend – gekürzt oder angepasst – die Texte für LinkedIn und Instagram ab. Das alles erledige ich an einem festen Wochentag.

Ist das mehr Arbeit?
Beim ersten Mal: ja.
Beim zweiten und dritten Mal: schon deutlich weniger.
Und inzwischen habe ich den Dreh raus.

Meine Website bleibt so aktuell, und ich lebe endlich meinen Wunsch nach „Website first“. Sehr geholfen hat mir dabei ein fest definiertes Zeitfenster im Wochenplan, das ausschließlich für diese Aufgabe reserviert ist.

More to come, bewusst unperfekt

Natürlich gibt es immer eine Liste mit Dingen, die ich an meiner Selbständigkeit noch verändern oder optimieren möchte. Und das ist okay. Das Jahr ist noch jung.

In den letzten Monaten habe ich außerdem meinen Frieden mit dem Konzept „unperfekt starten“ gemacht. Wer mich kennt, weiß: Das war kein Selbstläufer.

Ich habe gemerkt, dass es mir deutlich besser geht, wenn ich loslege – auch wenn noch nicht alles bis ins letzte Detail durchdacht ist. Ich schaffe dadurch oft sogar mehr, weil ich parallel an verschiedenen Themen arbeite, statt auf den perfekten Zeitpunkt zu warten. Und ich habe gelernt, dass manche Dinge weniger wichtig sind, als sie sich anfangs anfühlen – und dann auch wieder von der Liste verschwinden dürfen.

Ziemlich wertvolle Erkenntnisse, finde ich.

Janina Steger am iPad sitzend und ein Diagramm bearbeitend
Die richtige Balance zwischen Planung und freier Kreativität – daran arbeite ich kontinuierlich // Foto: Daniel Schubert

Was ich mir für dieses Jahr noch wünsche

  • Einen Newsletter (geplant für Q1)
  • Energie und Aufmerksamkeit bewusster einzuplanen
  • Mehr Kultur: Vor zwei Jahren war ich einmal im Monat im Museum. Das ist eingeschlafen – und soll wiederbelebt werden. Im Januar habe ich mir dafür bereits eine Stadtführung gegönnt.

Das ist einer der Aspekte meiner Selbständigkeit, den ich am meisten schätze:
Ich kann sie gestalten. Ich kann sie verändern. Es gibt anstrengende Phasen, ja. Aber danach folgen fast immer Phasen, in denen ich merke, dass ich etwas gelernt habe – und es in etwas Besseres, Leichteres überführen kann.

Und genau das fühlt sich ziemlich großartig an.

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Hi, ich bin Janina!

Janina Steger lächelnd

Illustratorin, Designerin und Gründerin des Designstudios Philografina. Neben Info­grafiken und Illustrationen für Unternehmen und Verlage liebe ich es, bunte und verspielte Muster in verschiedenen Techniken zu gestalten. Die Freude an der Vielfalt kreativer Möglichkeiten möchte ich gerne mit dir teilen.

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