Ich habe Pädagogik, konkret Lehr-Lernwissenschaften studiert, bevor ich mich dem Design zugewandt habe. Lange Zeit lagen diese beiden Themen für mich nebeneinander. Bis ich gemerkt habe, dass genau diese Kombination das ist, was meine Arbeit als Illustratorin besonders macht.
Das Projekt mit der Siemens Stiftung zum Thema „mentale Gesundheit“ hat das auf eine schöne Weise sichtbar gemacht, weil es genau das gefordert hat, was ich verbinde: Pädagogik und Design bzw. Illustration.
Das Medienpaket
Die Siemens Stiftung entwickelt freie Bildungsmaterialien für den MINT-Unterricht. Hochwertig, didaktisch durchdacht und international eingesetzt. Für das Medienpaket „Mentale Gesundheit Teil II – Was kann ich für meine mentale Gesundheit tun?“ habe ich die Illustrationen und Infografiken erstellt.

Das Paket richtet sich an Schüler*innen und nimmt biologische, psychologische und soziale Faktoren mentaler Gesundheit in den Blick. Didaktisch setzt es auf einen erfahrungsorientierten Zugang: emotionale Aktivierung, individualisierte Vertiefung, gemeinsame Reflexion. Lernprozesse werden nicht nur kognitiv, sondern auch emotional angelegt.

Was es bedeutet, für Bildungsmedien zu illustrieren
Illustration für den Unterricht ist nicht dasselbe wie Illustration für ein Magazin oder eine Kampagne. Hier geht es nicht nur darum, dass etwas schön aussieht, sondern vor allem darum, dass es funktioniert.
Was bedeutet das konkret? Eine Grafik für Bildungsmedien muss auf einen Blick verständlich sein, ohne zu vereinfachen. Sie muss Zusammenhänge zeigen, nicht nur abbilden. Und sie muss zur Zielgruppe passen, in diesem Fall Jugendliche, die mit dem Thema mentale Gesundheit vielleicht zum ersten Mal bewusst in Berührung kommen.

Genau hier kommt mein pädagogischer Hintergrund ins Spiel. Ich denke beim Illustrieren nicht nur visuell, sondern auch didaktisch: Welche Information muss zuerst kommen? Was kann ich weglassen, ohne den Inhalt zu verfälschen? Wie führe ich das Auge, ohne zu lenken?
Zwei Disziplinen, eine Entscheidung
Diese Fragen stellen sich bei jedem Bildungsprojekt neu. Und sie lassen sich nicht allein aus einer Designperspektive beantworten. Man muss verstehen, wie Menschen lernen. Welche Darstellungen kognitiv entlasten, welche überfordern, und wo eine Illustration aufhört zu erklären und anfängt zu verwirren.

Das ist Theorie, die ich studiert habe und gleichzeitig aber auch eine Haltung, die ich in jedes Projekt mitbringe. Und die bei einem Auftrag wie diesem besonders zum Tragen kommt.
Ob Schulbuch, Lernplattform, Erklärmedium oder Unterrichtsmaterial: Wenn du Inhalte illustrieren möchtest, die nicht nur gut aussehen, sondern auch pädagogisch funktionieren, bin ich vielleicht die richtige Ansprechpartnerin für dich.
Schreib mir gerne. Auch wenn dein Projekt noch in der Planungsphase ist.